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Wieso ein Baum sterben muss

Ich begrüsse Dich ganz herzlich auf meiner Blogseite. Es hat Mut gebraucht, meine Gedanken so zu schreiben und zu veröffentlichen. Es ist jedoch ein Herzenswunsch von mir, gewisse Themen öffentlich anzusprechen und von einer neuen resp. anderen Perspektive aufzeigen. Ich bin gespannt, ob es Dir gefällt.

Diesen ersten deutschen Blog möchte ich einem kerngesunden Baum widmen, der bald sterben muss.  Nennen wir ihn Joy.

Er wohnt in meiner Nähe und gedeiht prächtig. Kein Wunder, denn es ist Frühling. Joy spendet Sauerstoff, Energie und beherbergt einige Vögel, die morgens wundervoll zwitschern.

Da sein Platz neben dem Spielplatz ist, fühlt er sich als Wächter der Kinder. Das Lachen dieser Kinder macht ihn glücklich. Er ist stolz, dass er an so einem schönen Ort leben darf. Ebenfalls weiss er, dass er mit seinen saftigen grünen Blättern die Landschaft verschönert.

Joy macht mich und vielleicht auch andere glücklich, weil er Natur pur ist. Wenn ich aus dem Balkon schaue, lächelt er mich an und gibt mir ein gutes Gefühl von Entspannung und Dankbarkeit.

Doch leider gibt es Menschen, die Joy gar nicht mögen. Seine Äste und seine Blätter spenden anscheinend zu viel Schatten und verhindern eine Sicht ins Weite. Somit hat die Mehrheit der Stockwerkeigentümergemeinschaft entschieden, den kerngesunden Joy zu fällen.

Diesen Entscheid bedauere ich zutiefst. Mein Herz blutet beim Gedanken, dass es Joy bald nicht mehr gibt. Ich frage mich, ob sich diese Menschen bewusst sind, was sie da anrichten.

Nehmen wir mal an, dass einer der lachenden Enkelkinder fragen würde: „Du Grossvater, wieso wurde der Baum gefällt?“ Wenn er ehrlich ist, dann antworte er: „Er wurde gefällt, weil er sowohl Schatten, als auch die Sicht genommen hat“.

Sollen nun Enkelkinder im Erwachsenenalter auch einfach Bäume fällen, wenn ihnen ein Baum vermeidlich im Wege ist? Wohin würde das führen? Was für Vorbilder sind solche Menschen für die kommende Generation? Wo bleibt der Gedanke an die Natur?

Ich wünsche mir sehr, dass solche Menschen weiterdenken würden und nicht nur an sich selbst. Haben sie sich überlegt, was die Auswirkungen für die Gemeinschaft und für die Natur sind?

Es ist sehr wichtig, dass wir anfangen mit der Natur zu leben und nicht gegen die Natur.

„Lieber Joy, ich denke ganz fest an Dich und bedanke mich für die wunderbaren Jahre, die Du bei uns warst. Ich bitte um Verzeihung für diese Menschen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

Herzlichst,
Giovanna

P.S. Ich erlaube mir, meine Leser im Blog per Du anzusprechen und zähle auf deren Einverständnis.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. …. Leider gibt es viele Menschen die glauben Naturverbunden zu sein….aber eben, glauben… und nicht fühlen.

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  2. Bäume sind meine Lieblingspflanzen oder frei nach Freiherr Alexander von Humbold:
    „Habt Ehrfurcht vor dem Baum, er ist ein einziges grosses Wunder, und euren Vorfahren war er heilig.“

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  3. Joy wurde soeben gefällt 🙁

    Der Himmel weint und der Regen symbolisiert heute die Trauer, welche ich auch in mir spüre.

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